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Team der Zahnarztpraxis Dr. Andrea Kothe-Heugel Zahnheilkunde in Moers

Dentalnews

Bei einem leckeren Essen läuft einem sprichwörtlich das Wasser im Mund zusammen. Doch manchmal ist genau das Gegenteil der Fall, der Mund fühlt sich staubtrocken an und wir können nicht mehr richtig schlucken und fangen an zu husten. Ursachen können im Winter trockene Heizungsluft sein, die die Schleimhäute reizt oder ein Flüssigkeitsmangel, wenn über den Tag verteilt zu wenig getrunken wurde und eventuell noch sportliche Aktivitäten hinzugekommen sind. Wer allerdings regelmäßig unter einem sehr trockenen Mund leidet, sollte dies unbedingt von einem Arzt abklären lassen, denn dahinter können sich Krankheiten wie Diabetes oder Rheuma verbergen. Bei Mundtrockenheit spricht der Mediziner von einer so genannten Xerostomie. Häufig wird diese auch durch die Einnahme bestimmter Medikamente verursacht.

Warum ist Speichel so wichtig?

Jeden Tag produziert unser Körper über die Speicheldrüsen im Mund bis zu 1,5 Liter Speichel. Und das ist auch gut so, denn das Sekret erfüllt zahlreiche Aufgaben. Der Hauptteil des Speichels besteht dabei zu 95 Prozent aus Wasser. Wenn der Mund feucht bleibt, können wir problemlos sprechen. Ohne Spucke könnten wir gekaute Lebensmittel gar nicht herunterschlucken und verdauen. Zudem schwemmt der Speichel Bakterien, Keime und Essensreste aus dem Mund. Besonders für die Gesundheit der Zähne ist wichtig, dass diese ständig vom Speichel umspült und mineralisiert werden. Die Inhaltsstoffe des Speichels haben des Weiteren antibakterielle und wundheilungsfördernde Eigenschaften.

Kräftiges Kauen fördert den Speichelfluss

Um die Speichelproduktion anzuregen, sollten Betroffene regelmäßig trinken und zu Nahrung greifen, die gut gekaut werden muss, wie Nüsse oder Äpfel. Kräftiges Kauen fördert den Speichelfluss. Aber auch der Verzehr von Zitrusfrüchten wie Zitronen und Orangen wirkt sich positiv auf die Speichelproduktion aus. Allerdings sollten die Früchte nur in Maßen verzehrt werden, da zu viel Fruchtsäure den Zahnschmelz angreifen kann.

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Besonders junge Leute sind affin für Beauty-Trends von Influencern, die über die Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok oder Facebook mit kurzen Video-Clips auf sich aufmerksam machen. Manchmal sind es lustige Tipps, doch immer häufiger werden auch Beauty-Behandlungen gezeigt, die Sie auf keinen Fall nachmachen sollten. Gerade, wenn es um Ihre Zahngesundheit geht, sollten Sie nicht alles glauben, was Sie sehen.

Zähne feilen und bleichen

Ein Trend bei TikTok zeigt das Schleifen der Zähne mit einer Nagelfeile. Eine junge Nutzerin erklärt, dass ihre Zähne nicht so ebenmäßig sind und sie beginnt, die Ecken der Zähne mit einer gewöhnlichen Nagelfeile abzufeilen. Dieser Vorgang ist allerdings sehr schädlich und kann die Zahnstruktur sowie den Zahnschmelz dauerhaft schädigen.
Auch von eigenen Rezepten, die die Zähne aufhellen, sollten Sie die Finger lassen! Hinter dem kreierten Chemie-Cocktail verbirgt sich eine hochgefährliche Mischung, die ebenfalls den Zähnen schadet.

Schonende Behandlung in der Zahnarztpraxis

Heutzutage gibt es in der Zahnarztpraxis viele Möglichkeiten, Ihnen den Wunsch nach schönen, ebenmäßigen Zähnen zu erfüllen. Dazu gehört ein fachgerechtes Bleaching, bei dem der Zahnarzt Ihre Zähne nach Absprache um mehrere Farbstufen aufhellen kann. Das Ergebnis sollte zu Ihrem Typ passen und nicht künstlich wirken. Auch das Anbringen von Veneers kann wahre Wunder bewirken. Dabei handelt es sich um hauchdünne Verblendschalen aus Keramik, die auf die Frontzähne geklebt werden und so natürlich wie die eigenen Zähne wirken. Die Kosten der Behandlung bespricht der Zahnarzt im Vorfeld mit Ihnen und erstellt bei größeren Eingriffen einen Heil- und Kostenplan.

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Corona hat den Alltag von allen auf den Kopf gestellt. Das Tragen von Masken, Arbeiten im Homeoffice und weniger soziale Kontakte gehören zu den größten Einschränkungen. Nun liegt der Verdacht nahe, dass die Deutschen in diesen schwierigen Zeiten das Zähneputzen vernachlässigt haben. Dies ist aber zum Glück nicht der Fall. Laut Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) ist der Bereich Mund- und Zahnpflegemittel 2021 um 1,6 Prozent gewachsen. Insbesondere die Produktsegmente Zahncreme (plus 4,0 Prozent) und Mundwasser (plus 6,9 Prozent) konnten ihre Umsätze steigern. Wie kommt es dazu?

Pflegerituale strukturieren den Alltag

Während der Corona-Krise helfen vermutlich Pflegerituale und die Routine im Badezimmer, den aus den Fugen geratenen Tagesablauf zu regeln und zu verschönern. Mit Schminken und Stylen am Morgen verbringen die Befragten aufgrund von Kontaktbeschränkungen weniger Zeit. Sie nutzen die Zeit im Bad lieber für eine ausgiebigere morgendliche Dusche (32 Prozent), Hände eincremen (31 Prozent), Körper eincremen (23 Prozent), Gesichtsmasken (20 Prozent) oder Zähneputzen (20 Prozent). Vor allem ist es den Menschen anscheinend wichtig, in Videokonferenzen gepflegte Zähne zeigen zu können, weshalb der Umsatz hier wahrscheinlich auch gestiegen ist.

Deutsche nutzen regelmäßig Zahnpflegemittel

Grundsätzlich gehören Zahn- und Mundpflegeartikel zu den fünf wichtigsten Warengruppen im Konsumgütersegment der Körperpflegeartikel in Deutschland. Dies ergibt hierzulande aktuell (01.2022) einen Pro-Kopf-Umsatz mit Zahnpflegemitteln von 18,15 Euro. Zusätzlich zu Zahncreme oder -gel nutzten etwa 45 Prozent der deutschen Verbraucher auch eine Mundspülung sowie mehr als jeder Vierte ein Mundwasser. Mehr als zwei Drittel wechseln die Zahnbürste mindestens einmal im Quartal, etwa jeder Dritte mindestens einmal im Monat.

(Quelle: https://de.statista.com)

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Wer hätte das gedacht? Laut aktuellem Ranking im „Atlas der Zahngesundheit“ belegt Deutschland den 2. Platz unter 26 europäischen Ländern. In der Studie von „PlusDental“ gingen Daten über die zahnmedizinische Versorgung, die Zahngesundheit von Kindern sowie für Zähne schädliche Ernährungsgewohnheiten ein. Die Auswertung erlaubte eine Bewertung der Nationen in Bezug auf ihre Mundgesundheit und Dentalprophylaxe und darüber hinaus eine Rangliste der Länder mit der besten Zahngesundheit. Dabei landete nur Portugal vor Deutschland.

Zahnmedizinische Versorgung in Deutschland top

Zu den Verlierern der Studie gehören Polen und Lettland, die die letzten beiden Plätze belegen. Die Polen konsumieren überdurchschnittlich viel Zucker, gleichzeitig ist die Dichte an Zahnärzten sehr gering. Auf 100.000 Einwohner kommen nur 33 Zahnärzte, in Deutschland sind es 85 Zahnärzte und in Finnland sogar 108 pro 100.000 Einwohner. Die Mundgesundheit der Deutschen hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Von Generation zu Generation wächst das Bewusstsein um die Wichtigkeit der Mundhygiene und einer gesunden Ernährung. Zudem haben gesunde Zähne auch einen hohen Stellenwert im deutschen Gesundheitssystem und viele Leistungen werden von den Krankenkassen übernommen.

Flop: Zahngesundheit von Kindern in der Slowakei

Bereits bei Kindern sind Erkrankungen und Zahndefekte, wie Karies oder die sogenannten Kreidezähne, weit verbreitet. Dabei bietet ein gesundes Milchzahngebiss die beste Grundlage für die nachkommenden, bleibenden Zähne und langanhaltend gesunde Zähne bis ins hohe Alter. Der sogenannte Karieswert bzw. DMFT-Wert gibt Aufschluss über die durchschnittliche Anzahl an Zähnen, die bei Kindern im Alter von zwölf Jahren bereits in Behandlung sind. Den höchsten und in Bezug auf die Zahngesundheit schlechtesten Karieswert zeigen Kinder in der Slowakei. Durchschnittlich fünf Zähne sind im Alter von zwölf Jahren bereits in Mitleidenschaft gezogen. Ein deutlich gesünderes Gebiss haben Kinder in Dänemark, wo der Karieswert bei 0,4 liegt, aber auch in Deutschland mit einem Wert von 0,5. Auch hier achten die Eltern immer mehr auf die Zahnpflege der Kinder.

(Quelle: http://magazin.plusdental.de/atlas-der-zahngesundheit-european-oral-health-index/)
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Tatsächlich hat die Zahngesundheit für Sportler eine große Bedeutung und es gibt ein paar Dinge zu beachten, die nicht jedem sofort bewusst sind. Bei bestimmten Sportarten, (Kampfsport oder Eishockey), besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Darum sollte in jedem Fall ein professioneller Mundschutz getragen werden. Bei Zusammenstößen oder Stürzen kann es zu einem Zahntrauma kommen. Dadurch entstehen Risse, Zahnbruch oder sogar Zahnverlust.

Kraftanstrengungen führen zum Zusammenbeißen der Zähne

Was viele nicht wissen, wer intensiv trainiert, fordert seinem Körper und auch den Zähnen eine Menge ab. Bei großer Anstrengung beißen viele Menschen die Zähne fest zusammen. Die Kräfte, die dabei entstehen können, zerstören mitunter die Zähne. Risse im Zahn oder Erosionen am Zahnschmelz, gebrochene Zähne und Fehlstellungen des Kiefers durch solche Überbelastungen sind keine Seltenheit. Daher ist es sinnvoll, auch beim Krafttraining einen Mundschutz zu tragen.

Trockener Mund beim Ausdauersport

Wer viel läuft, atmet vermehrt durch den Mund. Was dazu führt, dass die Speichelproduktion zurückgeht und die Mundschleimhaut austrocknet. Das begünstigt Karies und Zahnfleischentzündungen. Denn Speichel sorgt für ein gesundes Milieu und beugt Erkrankungen vor. Um dies zu vermeiden, sollten Ausdauersportler versuchen, möglichst oft durch die Nase zu atmen und regelmäßig einen Schluck Wasser zu trinken. Auch Kaugummi kauen kann den Speichelfluss anregen.

Auf Müsliriegel und isotonische Getränke verzichten

Für eine schnelle Energiezufuhr greifen viele, greifen viele Sportler zu zuckerreichen Getränken, Energiegels oder Müsliriegeln. Diese helfen im ersten Moment ja auch, die Leistung wieder zu steigern. Doch der Zucker in den Getränken und Produkten greift den Zahnschmelz an. In Verbindung mit einem ausgetrockneten Mund steigt das Risiko für Karies und bietet zudem Bakterien einen perfekten Nährboden für Entzündungen. Deshalb lieber ausreichend Wasser trinken. Wer ein paar Kohlenhydrate für sehr intensive Trainingseinheiten benötigt, sollte seine Zähne nach dem Sport gründlich putzen.

Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt einhalten

Grundsätzlich können Probleme mit den Zähnen zu abfallenden Leistungen und wiederkehrenden Erkrankungen führen, da kranke Zähne dem Immunsystem schaden und viele Beschwerden begünstigen. Gerade Karies und Zahnfleischentzündungen beginnen oft schleichend, ohne Schmerzen und bleiben somit unentdeckt. Deshalb sollte sowieso jeder, aber insbesondere Leistungssportler, regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen in die Zahnarztpraxis gehen. Eine professionelle Zahnreinigung unterstützt zusätzlich die Zahngesundheit und bekämpft Karies frühzeitig.

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Der eine oder andere hat es schon mal gesehen oder erlebt: Ist ein Zahn von innen heraus dunkel verfärbt, in grauen oder schwarzen Farbtönen, ist die Vitalfunktion nicht mehr intakt und es wird von einem „toten“ Zahn gesprochen. Im Zahninneren sind die Nerven und Blutgefäße abgestorben, sodass der Zahn nicht mehr versorgt werden kann. Die Ursachen für das Absterben eines Zahnes können unterschiedlich sein. Häufig sind Kariesbakterien die Auslöser, wenn sie den Zahnschmelz durchdrungen und das Zahnmark (Pulpa) erreicht haben. Die Bakterien schädigen die sich dort befindenden Gefäße. Die Blut- und Nervengefäße sterben durch die Infektion ab und an der Wurzelspitze kann sich eine Zahnwurzelentzündung bilden.
Des Weiteren könnte ein Zahntrauma durch einen Sportunfall mit Zahnbeteiligung die Ursache sein. Manchmal genügt eine einzige mechanische Irritation aus, die vielleicht erst Jahre später zum Absterben des Zahnnervs führt. Während der Zahnnerv abstirbt, können starke Schmerzen, Druckempfindlichkeit und Aufbissbeschwerden auftreten, die aber möglicherweise wieder nachlassen. Deshalb sollte nach einem Zahnunfall zur Sicherheit stets ein Zahnarzt aufgesucht werden, auch wenn auf den ersten Blick alles in Ordnung scheint.

Behandlung des devitalen Zahnes

Auch wenn der Zahn bereits tot ist, wird der Zahnarzt alles versuchen, den Zahn zu retten und ihn im Zahnbogen zu erhalten. Dies kann durch eine Wurzelkanalbehandlung und eventuell eine chirurgische Wurzelspitzenresektion gelingen. Zunächst wird der erkrankte Wurzelkanal mit speziellen Instrumenten und Feilen in mehreren Arbeitsschritten erweitert. Der präparierte Wurzelkanal wird anschließend desinfiziert und gespült, um Bakterien und Entzündungsgewebe zu entfernen. Im nächsten Schritt erfolgt die gründliche Trocknung und Versiegelung mit Füllmaterial. Um die Ästhetik des Zahnes wiederherzustellen, eignet sich eine Überkronung mit Zahnersatz oder das Anbringen von Veneers, zum Beispiel aus Vollkeramik. Diese kaschieren vollständig die dunkle Färbung und wirken sehr natürlich. Eine Überkronung hat allerdings den Vorteil, dass der devitale Zahn gleichzeitig stabilisiert wird. Welche Variante sich am besten eignet, hängt auch von dem betroffenen Zahn ab.
Auf jeden Fall sollte ein toter Zahn behandelt werden, da ein erhöhtes Risiko für einen Zahnbruch besteht. Zudem können Bakterien und Entzündungen in oder an der Wurzelspitze das Immunsystem belasten und schwere Erkrankungen im Körper auslösen.


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In Deutschland putzt etwa jeder Zweite mit einer elektrischen Zahnbürste. Die Auswahl an Modellen ist groß, Unterschiede gibt es nicht nur beim Preis, sondern auch in der Form des Bürstenkopfes und bei der technischen Ausstattung. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat jetzt 15 Schallzahnbürsten und Rotationszahnbürsten überprüft. Bei einer Schallzahnbürste vibrieren ausschließlich die Borsten und nicht der gesamte Bürstenkopf. Sie ist sanfter zum Zahnfleisch, da Schallzahnbürsten kaum angedrückt werden müssen und eignet sich daher besonders für Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch.
Studien zufolge erzielen elektrische Zahnbürsten eine bessere Reinigungswirkung als Handzahnbürsten. Allerdings nur dann, wenn man genauso lange putzt. Durch die schnellen Schwing- und Rotationsbewegungen, die man per Hand kaum ausführen kann, reinigen die Borsten besonders gründlich.

Testsieger: 3 Produkte erhalten die Bestnote

3 Geräte erreichen im Gesamturteil ein „sehr gut“. Die meisten sind Mittelmaß. Eine Zahnbürste rasselt mit „ungenügend“ durch den Test. Sie verstößt gegen das Produktsicherheitsgesetz. Erfreulicherweise gehören die Testsieger nicht zu den teuersten Modellen, sondern sind für zirka 40 Euro erhältlich. Eine elektrische Zahnbürste erhielt die Note „gut“ und kostet in der Drogerie nur rund 10 Euro.

Akkulaufzeit wird bemängelt

Was den Testern negativ auffiel, ist in vielen Fällen die Akkulaufzeit der Geräte. So schaffen 5 der getesteten Elektrobürsten eine Akkulaufzeit von gerade mal 100 Minuten bei voller Ladung. Andere schaffen weit mehr, teilweise über 300 Minuten. Ebenfalls bemängelt wurden Zahnbürsten, die noch die veraltete Technik der Nickel-Metallhydrid-Akkus im Einsatz haben. Diese können nur eine deutlich kürzere Lebensdauer als die modernen Lithium-Ionen-Akkus aufweisen und sind dementsprechend weniger nachhaltig.
Im Praxislabor prüften die Experten zudem, ob die Elektrogeräte Stürze aus einem Meter Höhe auf einen Fliesenboden aushalten. Das erfreuliche Ergebnis: 14 Geräte blieben heil. Nur bei einem Gerät sind nach dem Sturz Elektronik und Gehäuse defekt.

(Quelle: https://www.oekotest.de/bauen-wohnen/Elektrische-Zahnbuersten-im-Test-Das-taugen-Oral-B-Philips-Co-_12275_1.html)

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Zähneputzen gehört zur täglichen Routine. Mindestens zweimal am Tag, sprich morgens und abends, werden die Zähne gesäubert. Aber die wenigsten berücksichtigen, dass auch das Reinigen der Zunge wichtig ist. Denn hier siedeln sich viele Bakterien an, die wiederum zu einem unangenehmen Atem führen können. Es reicht nicht aus, die Zunge nur ab und zu mal zu putzen. Besser ist der Einsatz von handelsüblichen Zungenreinigern, die den Belag einmal täglich gründlich entfernen. Eine gesunde Zunge hat übrigens eine leicht rosige Farbe, sollte immer feucht und ohne Oberflächenflecken sein. Die Zunge steuert beim Essen den Kau- und Schluckprozess und ist ein sehr sensibler Muskel.

Zungenreiniger helfen gegen Mundgeruch

Wer unter Mundgeruch leidet, sollte vor allem das hintere Zungendrittel gut putzen. Mit einer normalen Zahnbürste ist das aber kaum möglich. Da diese zu hoch ist, stößt der Bürstenkopf im hinteren Bereich der Mundhöhle leicht gegen das empfindliche Zäpfchen im Rachen, was einen unangenehmen Reiz auslöst. Deshalb gibt es in der Drogerie spezielle Zungenreiniger. Diese sind ausreichend lang und schmal genug und reichen bis weit nach hinten auf den Zungenrücken.

Tipps zur richtigen Anwendung

Entfernen Sie mit einem speziellen Zungenreiniger aus Kunststoff oder Edelstahl regelmäßig die bakteriellen Beläge von der Zunge. Dies geht meist einfach und schnell und kann am besten gleich im Anschluss an das Zähneputzen erfolgen. Strecken Sie die Zunge heraus und halten Sie die Zungenspitze vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger fest. Um besseren Halt zu bekommen, kann ein Tuch zwischen Fingern und Zunge helfen. Mit der anderen Hand ziehen Sie den Zungenreiniger mit sanftem Druck mehrmals von hinten nach vorn über den Zungenrücken. Achten Sie darauf, den Reiniger zwischendurch mit klarem Wasser abzuspülen. Zum Schluss spülen Sie Ihren Mund mit Wasser oder einer Mundspüllösung aus. Anschließend waschen Sie den Zungenreiniger gründlich unter fließendem Wasser ab. Genau wie Ihre Zahnbürste sollten Sie diesen zum Schluss an der Luft trocknen lassen. Das ist hygienischer und verhindert eine Keimvermehrung. Sollten Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns jederzeit gerne an.

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Eltern sind ihn vielerlei Hinsicht Vorbild für ihre Kinder. Die Kleinen gucken sich so einiges von Mama und Papa ab und lernen neue Dinge dazu. Auch das tägliche Zähneputzen wird mit den Eltern geübt. Eine aktuelle Studie der Universität Gießen von Oktober 2021 zeigt allerdings, dass es hier Defizite gibt. Oftmals putzen die Eltern – und somit auch die Kinder – nicht gründlich genug ihre Zähne. Woran liegt es, dass die Sauberkeit auch nach dem Zähneputzen zu wünschen übrig lässt? Wie ließe sich Abhilfe schaffen, um die Mundgesundheit in der Bevölkerung langfristig zu verbessern? Solchen Fragen geht Prof. Dr. Renate Deinzer mit ihrem Team vom Institut der Medizinischen Psychologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) in Kooperation mit der Zahnmedizin und ihrer Marburger Kollegin Dr. Jutta Margraf-Stiksrud seit vielen Jahren nach. Kürzlich hat das Team hierzu zwei Studien veröffentlicht.

Worauf kommt es beim Zähneputzen an?

Nötig fürs richtige Zähneputzen sind Vorkenntnisse, gute Vermittlung und auch motorische Fähigkeiten. Um zu erfassen, wie Kinder, Jugendliche und ihre Eltern ihre Zähne putzen, wurden Eltern mit ihrem Nachwuchs in die Untersuchungsräume des Instituts für Medizinische Psychologie der JLU eingeladen und beim Zähneputzen beobachtet. Dabei interessierte das Team besonders, inwieweit das tatsächliche Zahnputzverhalten (noch) mit dem übereinstimmte, was gewöhnlich in der Gruppenprophylaxe vermittelt wird: den inneren Zahnflächen besondere Aufmerksamkeit schenken, die Innenflächen mit vertikalen und die Außenflächen mit kreisenden Bewegungen putzen. Schrubbende Bewegungen sollen nur den Kauflächen vorbehalten bleiben. Das Ergebnis der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler überrascht: Weder den Kindern noch den Jugendlichen gelang es, diese Vorgaben hinreichend umzusetzen.

Typische Fehler beim Zähneputzen

Das Team aus der medizinischen Psychologie beobachtete immer wieder typische Fehler: Die Innenflächen wurden zu kurz geputzt, und oft verfielen die Kinder auch auf den Innen- und Außenflächen ins Schrubben. Die Eltern beherrschten die Zahnputztechniken nicht besser; der Zahnputzvorgang offenbarte bei den Erwachsenen ähnliche Mängel. Auch die Eltern putzten ihre Innenflächen zu kurz und schrubbten oft anstatt mit kreisenden oder vertikalen Bewegungen zu putzen. Hinsichtlich der erreichten Sauberkeit nach dem Putzen blieben die Ergebnisse ebenfalls deutlich hinter dem Wünschenswerten zurück, denn das Ziel sollte es sein, möglichst plaquefreie Zähne zu erhalten. Nur etwa 30 Prozent der Messstellen am Zahnfleischrand waren nach dem Putzen sauber. An mehr als Zweidrittel der Stellen war dagegen noch Plaque zu finden. Diese Ergebnisse entsprechen denen vorangegangener Studien des Teams. Die Befunde weisen auf grundlegende Probleme bei der Vermittlung eines erfolgreichen Mundhygieneverhaltens hin. Es sind insbesondere die Eltern, die den Kindern das Zähneputzen beibringen und die sie dabei kontrollieren und unterstützen. Laut Bundesverband der Kinderzahnärzte (BUKIZ) ist diese Unterstützung bis weit in das Grundschulalter hinein notwendig.

Kontrolltermine einhalten

In unserer Zahnarztpraxis schauen wir uns Ihre Mundgesundheit an und zeigen Ihnen auch, an welchen Stellen Sie besser putzen müssen. Unsere ausgebildete Prophylaxe-Mitarbeiterin erklären Ihnen gerne auch noch mal die richtige Zahnputztechnik und beantwortet Ihre Fragen.

(Quelle Universität Gießen: https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm136-zahnputzstudie)

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Was viele nicht wissen: Eine Diabeteserkrankung hat auch Auswirkungen auf die Zahngesundheit. Denn Diabetiker haben leider ein dreimal so hohes Risiko an einer Parodontitis zu erkranken als Nicht-Diabetiker. Zudem verschlechtert eine unbehandelte Parodontitis sogar einen Diabetes. Das Tückische: Beide Krankheiten entwickeln sich still und heimlich ohne Beschwerden und werden oft erst spät bemerkt.

Anzeichen einer Parodontitis

Diabetes und Parodontitis treten so häufig auf, dass sie hierzulande als Volkskrankheiten gelten. Von Parodontitis sprechen Zahnärzte bei einer Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie entsteht, wenn sich bakterielle Zahnbeläge bilden. Zunächst entzündet sich das Zahnfleisch, dann weicht es vom Zahn zurück. Ohne Behandlung würde sich der Zahn irgendwann lockern und im schlimmsten Fall ausfallen. Glücklicherweise kann aber jeder selbst viel zur Besserung und Vorbeugung tun. Das heißt: Risiken minimieren, also regelmäßig und sorgfältig die Zähne putzen, erste Anzeichnen eine Parodontitis, wie geschwollenes Zahnfleisch, ernst nehmen und als Diabetiker auf optimale Blutzuckerwerte achten.

Regelmäßige Kontrolltermine in der Praxis unbedingt einhalten

Grundsätzlich sollte jeder mindestens zweimal im Jahr die Vorsorgetermine in der Zahnarztpraxis wahrnehmen. Besonders bei einer Parodontitis wird engmaschig kontrolliert. Der Zahnarzt entfernt alle bakteriellen Beläge von den Zahnoberflächen und auch aus Zahnfleischtaschen, bei Bedarf unter örtlicher Betäubung. Zudem erklärt er seinen Patienten, wie sie durch gute Zahnpflege verhindern, dass sich erneut bakterielle Beläge bilden und sich eine Entzündung entwickelt. Zudem sollten Patienten regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durch eine geschulte Mitarbeiterin durchführen lassen.

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Dr. Andrea Kothe-Heugel
Zahnheilkunde

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