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Team der Zahnarztpraxis Dr. Andrea Kothe-Heugel Zahnheilkunde in Moers

Dentalnews

War früher wirklich alles besser? - Zahnarzt früher und heute

Teilweise fürchten wir uns heutzutage immer noch davor, zum Zahnarzt zu gehen und einige PatientInnen nehmen ihre Termine jahrelang nicht wahr, da die Angst vor der Behandlung zu groß ist.

Seit wann gibt es zahnärztliche Behandlungen?

Es wurden Spuren von medizinischen Zahnbehandlungen gefunden, die aus dem Jahr 3000 v. Chr. stammen oder sogar noch weiter in der Vergangenheit liegen. Die Zähne wurden ausgeschabt und wieder gefüllt, beispielsweise mit Bienenharz. Damals war die plausibelste Erklärung für die Löcher im Zahn ein sogenannter „Zahnwurm“, der sich durch die Zähne bewegte.

Wer führte die Behandlungen durch?

Einen richtigen Zahnarzt gab es nicht. Bei Zahnschmerzen konnte man sich den Zahn eigentlich von jeder Person ziehen lassen, die über die nötigen Werkzeuge verfügte. PatientInnen wurden während der Behandlung entweder festgehalten oder an den Stuhl gebunden. Die beim Ziehen ausgelöste Blutung wurde anschließend mithilfe eines glühenden Brenneisens gestoppt, was zur Ohnmacht der Patienten führte.

Wie pflegten die Menschen ihre Zähne?

Die Zahnpflege bestand damals aus dem Zähneputzen mit dem Finger, Kauhölzern und Pflanzenextrakten. Erst ab dem 18. Jahrhundert gab es einen Vorläufer der heutigen Zahnbürste. Sie bestand aus gekochten Schweine - oder Pferdeborsten, die an einen Stiel geklebt wurden. Jedoch konnten sich nur die Reichen solch eine Zahnbürste leisten. Dadurch, dass der Zucker erst im 12. Jahrhundert nach Europa kam, war Karies damals allerdings seltener als heute und die Menschen verloren nur wenige Zähne im Laufe ihres Lebens.

Schwarze Zähne wurden zum Statussymbol

Als allerdings der Zucker seinen Weg nach Europa fand, endete die vorbildliche Zahngesundheit. Mit dem Zucker kam auch die Karies und schwarze Zähne wurden zum Statussymbol. Denn nur die reichsten Leute konnten sich den Zucker leisten und somit bedeuteten schwarze Zähne, dass die Menschen wohlhabend waren.

Glücklicherweise kennen wir heute die Ursache für Löcher in den Zähnen und müssen uns die Zähne nicht unter Schmerzen von einem Schuster ziehen lassen, sondern können uns unter Betäubung bei einem qualifizierten Zahnarzt behandeln lassen.

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Färben Kaffee und Tee unsere Zähne tatsächlich gelb?

Wie oft bekommen wir zu hören, dass das Trinken von Kaffee und Tee die Zähne gelb färbt und schaffen es trotzdem nicht, darauf zu verzichten?

Wie schädlich ist der Konsum von Tee und Kaffee?

Tatsächlich ist es so, dass Kaffee, Tee und auch Rotwein Tannine enthalten, also pflanzliche Gerbstoffe, deren Ablagerungen die Zähne verfärben. Die obere Zahnschicht weist Vertiefungen auf, in denen Lebensmittel häufig hängen bleiben. Mit der Zeit dringen die Farbpigmente in den Zahnschmelz ein und führen zu dunklen Verfärbungen. Diese werden besonders im Zusammenspiel mit Säuren wie beispielsweise Zitrone verstärkt, denn die Säuren entziehen dem Zahnschmelz Mineralien, die durch dunkle Pigmente ersetzt werden. Die Säuren senken außerdem den pH-Wert im Mund und greifen somit den Zahnschmelz an, was wiederum zu Karies führen kann.

Wie kann ich eine Verfärbung verhindern?

Wer es jedoch nicht schafft, auf Kaffee, Tee oder Wein zu verzichten, kann trotzdem einiges beachten, um den Verfärbungen entgegenzuwirken.
Nach dem Konsum den Mund mit Wasser ausspülen und regelmäßig die Zähne putzen kann viel bewirken. Allerdings sollten die Zähne nicht umgehend nach der Nahrungsaufnahme geputzt werden, weil der Zahnschmelz dadurch an Substanz verliert. Somit kann das dunkle Dentin durch den Zahn schimmern und lässt ihn gelblich und dunkel aussehen. Daher sollte nach dem Essen oder auch nach dem Trinken säurehaltiger Getränke mindestens 30 Minuten mit dem Zähneputzen gewartet werden.

Wie kann der Zahnarzt einer Verfärbung entgegenwirken?

Um den Verfärbungen entgegenzuwirken, ist auch die professionelle Zahnreinigung in unserer Praxis zu empfehlen, die mindestens zweimal im Jahr durchgeführt werden sollte. Dabei werden Beläge und Verfärbungen von den Zähnen entfernt, die zu hartnäckig sind, um sie mit einer handelsüblichen Zahnbürste von zu Hause aus beseitigen zu können. Nach der Zahnreinigung folgen eine Politur und die Versiegelung der Zähne, welche vor Karies und Parodontitis schützt und bei Zahnverfärbungen hilft.

Sollte die professionelle Zahnreinigung Ihnen jedoch nicht ausreichen, können wir Ihre Zähne mithilfe eines Bleachings oder Veneers aufhellen. Sprechen Sie uns jederzeit darauf an, wir beraten Sie gerne.

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Schnarchen: Wie Ihr Zahnarzt helfen kann

Jeder von uns hatte schon einmal mit einer schnarchenden Person zu tun. Ob es auf Klassenfahrt ist und man womöglich mit dem schnarchenden Schüler ein Bett teilen muss, ein Familienmitglied, wegen dem man sich wünscht auszuziehen oder man ist selbst die schnarchende Person.
Laut einer Statistik sind im Alter von 30 Jahren 30 % der Männer und 10 % der Frauen vom Schnarchen betroffen und im Alter von 60 Jahren bereits 60 % der Männer und 40 % der Frauen.

Verschiedene Formen von Schnarchen

Es wird unterschieden zwischen „harmlosem Schnarchen“ und „gefährlichem Schnarchen“. Im Gegensatz zum harmlosen Schnarchen ist das gefährliche Schnarchen gesundheitsgefährdend. Die Luftwege verengen sich und es kommt zu Atemaussetzern (Schlafapnoe). Dies wird dadurch bedingt, dass die Muskeln im Schlaf erschlaffen und die Zunge in den Rachenraum fällt. Wenn Gewebe in den oberen Atemwegen aufeinandertreffen, verursachen die dabei entstehenden Schwingungen das bekannte und laute Geräusch.

Folgen des „gefährlichen Schnarchens“

Es kommt zu Atemaussetzern, die die Atmung für durchschnittlich mehr als 10 Sekunden unterbrechen. Häufig sogar für 30-50 Sekunden und das bis zu 600 Mal pro Nacht. Dies führt zu:
• Tagesmüdigkeit
• Kreislauferkrankungen/Steigerung des Herzinfarkt Risikos
• erhöhtem Blutdruck
• mangelnder Sauerstoffversorgung
• Depressionen
• nächtlichem Sodbrennen
Die Lebenserwartung kann außerdem um bis zu 8 Jahre reduziert werden.

Zahnmedizinische Möglichkeiten

Eine Möglichkeit ist eine Schlafschiene. Sie setzt den Unterkiefer, die Zunge und das Gewebe unter Spannung, wodurch die Zunge daran gehindert wird, in den Rachen zu rutschen. Die Schiene wird an Ober-und Unterkiefer befestigt, ist jedoch nicht für herausnehmbaren Zahnersatz geeignet. Eine andere Möglichkeit ist ein Schnarch-Mundstück, das zwischen Lippe und Zahn gelegt wird. Es umschließt die Zähne des Oberkiefers und verhindert dadurch die Mundatmung. Gleichzeitig beugt es Mundgeruch und Karies vor. Alternativ gibt es noch die Schnarch-Spange. Sie hilft auch gegen das Schnarchen, wenn weder die Mundatmung noch das Schlafen auf dem Rücken ursächlich dafür sind. Die Spange wird über die Mundöffnung hinten in den Gaumen geschoben und versetzt den Gaumen und Gaumenbogen leicht unter Spannung. Dadurch kann das Schnarchen verhindert werden.

Welche Lösung nun für Sie die Richtige ist, können wir gerne gemeinsam herausfinden. Vereinbaren Sie einfach einen Termin bei uns, wir beraten Sie gerne.

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Zähne aufhellen mit Aktivkohle

Es ist zum Trend geworden, seine Zähne mithilfe von Aktivkohle zu bleachen, doch wie viel bringt es wirklich? Hersteller versprechen ein „natürlich strahlend weißes Lachen“ und dass die „Oberflächen der Zähne sichtbar weißer“ werden.

Was ist Aktivkohle überhaupt?

Aktivkohle ist ein poröser, feinkörniger Kohlenstoff, der die Fähigkeit hat, Toxine, Chemikalien und Geruchsmoleküle zu absorbieren und an sich zu binden. Es kann in Pulverform, Kapseln oder auch in Zahnpasten gefunden werden. Das Pulver wird in Verbindung mit Wasser und ohne weitere Zusätze zum Zähneputzen verwendet. Die Kapsel hingegen wird vor dem Putzen im Mund zerbissen und die schwarze Zahnpasta wird wie jede andere Zahnpasta verwendet.

Die Aktivkohle sollte jedoch nicht mit einer gewöhnlichen Zahnpasta vermengt werden, da dadurch die bindende Wirkung der Aktivkohle verloren geht.

Wie ist die Wirksamkeit?

Die Körner der Kohle wirken wie Schleifpapier und reiben Verfärbungen von den Zähnen. Dadurch können die Zähne tatsächlich heller werden, jedoch ist dieser Effekt nicht von Dauer. Langfristig wird der Zahnschmelz abgerieben, was zu schmerzhaften Zahnbeschwerden bis hin zu Karies führen kann. Zudem wird die Zahnoberfläche aufgeraut, wodurch sich Beläge und Verfärbungen besser festsetzen können.

Die Zahnpasten müssen gesetzliche Vorgaben erfüllen, weshalb sie weniger schädlich sind als das Pulver oder die Kapsel, jedoch enthalten sie häufig kein Fluorid. Fluorid ist jedoch essenziell für unsere Zahngesundheit und schützt die Zähne vor Säureangriffen und somit auch vor Karies.

Alternativen:

Achten Sie beim Kauf Ihrer Zahnpasta auf den RDA-Wert. Dieser gibt an, wie viel Dentin beim Putzen abgetragen wird und je niedriger der Wert ist, desto geringer ist der Abrieb. Normale Zahnpasten haben einen Wert zwischen 40 und 80, doch bei empfindlichen Zähnen wird ein Wert unter 50 empfohlen.

Um Ihre Zähne weißer werden zu lassen und gleichzeitig zu schützen, sollten Sie eine fluoridhaltige Zahnpasta verwenden, mindestens zweimal täglich die Zähne putzen und eventuell auf eine elektrische Zahnbürste umsteigen. Falls Ihnen das noch nicht genug ist, beraten wir Sie gerne über ein professionelles Bleaching in unserer Praxis. Dabei können wir Ihre Zähne schonend und effektiv um mehrere Farbnuancen aufhellen.

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Vollständig geführtes Bonusheft kann viel Geld ersparen

Das Jahr 2022 neigt sich dem Ende zu. Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt nachschauen, ob Sie schon den diesjährigen Stempel in Ihr Bonusheft erhalten haben.

Was ist das Bonusheft?

Das Bonusheft ist eine Art Buchführung über Ihre Zahnarztbesuche. Erwachsene sollten mindestens einmal jährlich zur Kontrolle zum Zahnarzt gehen und Kinder sogar zweimal jährlich. Somit erhalten Sie jedes Jahr einen Stempel in Ihr Bonusheft und können beweisen, dass Sie zur Kontrolle erschienen sind.

Wozu brauche ich ein Bonusheft?

Ein gut geführtes Bonusheft kann Ihnen viel Geld ersparen. Spätestens bei der Einsetzung von Zahnersatz, sprich: Kronen, Brücken, Implantate und Prothesen, werden Sie sich über Ihr Bonusheft freuen. Je nach Führung des Heftes erhalten Sie im Falle eines Zahnersatzes einen großen oder einen eher kleinen Zuschuss von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse.

Waren Sie 5 Jahre in Folge zur Kontrolle beim Zahnarzt, erhöht sich der Zuschuss von 60 % auf 70 %. Nach 10 Jahren liegt der Zuschuss Ihrer Krankenkasse sogar bei 75 %. Dies gilt allerdings nur, wenn Sie Ihre regelmäßigen Kontrollen mithilfe des Bonusheftes beweisen können.

Woher bekomme ich ein Bonusheft?

Falls Sie noch kein Bonusheft haben, können Sie in Ihrer Praxis danach fragen. Seit Januar dieses Jahres können Sie das Bonusheft auch digital führen. Ihr Zahnarztbesuch kann über die elektronische Patientenakte (ePA) nachgewiesen werden. Die Nutzung der ePA ist freiwillig und kann bei Ihrer Krankenkasse beantragt werden. Vorteilhaft ist, dass Sie Ihr Bonusheft weder zu Hause vergessen noch irgendwo verlieren können.

Was passiert, wenn ich das Bonusheft verliere oder den Arzt wechsle?

Falls Sie Ihr Bonusheft einmal verlieren, kann Ihr Zahnarzt anhand der Patientenkarte einsehen, wann Sie zur Kontrolle erschienen sind und stellt Ihnen ein neues aus. Bei einem Zahnarztwechsel können Sie entweder das alte Heft weiterführen oder nach einem neuen fragen. Wegschmeißen sollten Sie das alte Bonusheft jedoch nicht, um weiterhin beweisen zu können, dass Sie Ihre Kontrolltermine wahrgenommen haben.

Es lohnt sich also, vor dem Jahresende bei Bedarf noch einmal zu Ihrem Zahnarzt zu gehen und sich den Stempel für das Jahr 2022 abzuholen.

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Schweizer Forscher entdecken Ursache für Zahnschmelzdefekte

Viele kennen dieses Problem, sie essen etwas Kaltes oder trinken etwas Heißes und haben plötzlich einen stechenden Schmerz an den Zähnen. Zahnschmelzdefekte gehören zu den am häufigsten auftretenden Zahnproblemen und haben unter anderem schmerzempfindliche Zähne zur Folge. Doch was sind die Ursachen für Fehlbildungen des Zahnschmelzes? Dieser Frage gehen Forscher am Zentrum für Zahnmedizin der Universität Zürich nach und präsentieren nun ihre Ergebnisse.

Wichtiges Gen-Netzwerk erforscht

Grundsätzlich hat Zahnschmelz eine sehr komplexe Struktur aus Mineralien sowie schmelzspezifischen Proteinen und gilt als das härteste organische Gewebe in der Natur. Die Proteine werden von Zellen produziert, die ausschließlich in den Zähnen vorkommen: den Ameloblasten. Zahnschmelz ist zwar sehr robust, aber trotzdem anfällig für Schäden.

Dem Schweizer Forscherteam, rund um Thimios A. Mitsiadis, Professor für Orale Biologie und Leiter der Studie, ist es nun erstmals gelungen, ein wichtiges Gen-Netzwerk zu identifizieren, welches für schwere Zahnschmelzdefekte verantwortlich ist. Anhand von verschiedenen genetisch veränderten Mausmodellen analysierten die Wissenschaftler die Auswirkungen des Moleküls ADAM10. Dieses Molekül ist eng mit dem Notch-Signalweg verbunden, der die Kommunikation zwischen benachbarten Zellen ermöglicht und für die Embryonalentwicklung unerlässlich ist. ADAM10 spielt zudem bei der Entstehung schwerer menschlicher Krankheiten wie Schlaganfall und Krebs eine entscheidende Rolle. Die Experten setzten moderne genetische, molekulare und bildgebende Verfahren ein und fanden heraus, dass ein enger Zusammenhang zwischen einer fehlerhaften ADAM10/Notch-Funktion und Zahnschmelzdefekten besteht.

Neue Wege für die zahnmedizinische Prävention

Ziel der Forschung ist es, die zahnmedizinische Versorgung in Zukunft weiter zu verbessern. Dabei hilft das Verständnis des genetischen Codes sowie das Wissen um die molekularen Zusammenhänge während der Schmelzbildung und die Auswirkungen von Mutationen, die zu Schmelzfehlfunktionen führen. Laut Professor Mitsiadis seien zwar die Voraussetzungen für die Reparatur und die Neubildung von Zahnschmelz äußerst komplex, doch innovative genetische und pharmazeutische Instrumente, die auf eine gestörte Zahnschmelzbildung abzielen, könnten auch neue Perspektiven für die zahnmedizinische Prävention und Behandlung eröffnen.

(Quelle: www.dzw.de ; https://doi.org/10.1016/j.isci.2022.105154)

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Jedes 3. Kind hat einen Zahnunfall

Für Eltern ist es immer ein Albtraum, wenn die Kleinen sich beim Spielen und Toben verletzen und das Gesicht blutet. Leider ist es alles andere als selten – laut einer Studie erleidet jedes dritte Kind vor dem fünften Lebensjahr ein sogenanntes Zahntrauma. Damit sind grundsätzlich Verletzung an den Zähnen gemeint. Es kann sein, dass bei einem Sturz ein Stück Zahn abbricht, sich ein Zahn verfärbt oder lockert. Der kindliche Kiefer ist noch sehr elastisch, weil sich unter anderem die Wurzeln der Milchzähne mit der Zeit zurückbilden und Platz für die bleibenden Zähne machen. Auch wenn diese noch nicht zu sehen sind, haben die „neuen“ Zähne oberste Priorität. Denn unter Umständen kann ein Zahnunfall den bleibenden Zahn mehr schädigen als den Milchzahn. Deshalb sollten Eltern auch bei Verletzungen am Milchzahn immer in die Zahnarztpraxis kommen und den Vorfall untersuchen lassen. Eventuell kann es passieren, dass die Wurzel des zweiten Zahns nicht mehr weiterwächst, der neue Zahnkeim sich infiziert oder später der bleibende Zahn nicht richtig durchbricht. Das gilt es zu verhindern und um sicher zu gehen, wird oftmals ein Röntgenbild angefertigt, welches Aufschluss gibt.

Was sind die häufigsten Zahnunfälle?

Wenn ein Zahn verschoben wird, kommt es zu einer Blutung und zur Bildung von Gewebe an der betroffenen Stelle. Da der Heilungsprozess schnell einsetzt, kann der Zahn bereits nach einem Tag nicht mehr in seine ursprüngliche Position zurückgebracht werden. Bleibt der Zahn in der falschen Position, kann das Kind womöglich den Ober- und Unterkiefer nicht mehr zusammenbringen und somit nicht mehr richtig zubeißen. Dies führt wiederum zu einer Störung der Gebissentwicklung. Deshalb sollte kurz nach dem Unfall schnell reagiert werden und der Zahnarzt den Zahn umgehend wieder in die richtige Position bringen.

Gelockerte Zähnen verankern sich meist alleine wieder im Zahnfleisch und es ist keine größere Behandlung nötig. Ist ein Stück des Zahns abgebrochen, kann es dazu kommen, dass der Nerv abstirbt und eine Infektion des bleibenden Zahns entsteht. Der Zahnarzt kann das Risiko am besten abschätzen. Bei einer sehr kleinen Stelle reicht es oftmals aus, diese zu glätten. Wenn sich der Zahn dunkel verfärbt, muss die Stelle beobachtet werden. Es besteht die Gefahr, dass Bakterien in die Verletzung wandern und eine Entzündung auslösen. Dann muss der Zahn gezogen werden.

Tipp zum richtigen Verhalten

Versuchen Sie, Ruhe zu bewahren und bei einer Blutung diese vorsichtig zu stillen. Suchen Sie in jedem Fall die Zahnarztpraxis auf und melden Sie den Zahnunfall Ihrer Krankenkasse. Es könnten Spätschäden an den bleibenden Zähnen entstehen. Wird der Befund nicht von Ihrem Zahnarzt festgehalten, kann es passieren, dass die Krankenkasse später nicht bezahlt.

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Karies lässt sich im Frühstadium ohne Bohrer behandeln

Viele Erwachsene werden schon bei dem Gedanken an den Bohrer in der Zahnarztpraxis nervös. Bloß kein Loch im Zahn, wünscht sich da jeder. Doch kann eine Karies überhaupt ohne Bohrer behandelt werden? Die Antwort laut: Ja. Eine sogenannte Kariesinfiltration macht es möglich. Dahinter verbirgt sich ein mikroinvasives Verfahren, mit dem sich Karies im Anfangsstadium behandeln lässt. Wichtige Vorausetzung sind die regelmäßigen Kontrolltermine in der Zahnarztpraxis, denn nur so kann eine beginnende Karies rechtzeitig erkannt werden. Da Karies sich meist sehr langsam entwickelt, kann es mehrere Jahre dauern, bis der Patient Zahnschmerzen bekommt. In der Zahnarztpraxis kann der Zahnarzt ein Röntgenbild anfertigen, auf dem sich eine Karies häufig schon im Anfangsstadium zeigt, ohne dass der Patient über Schmerzen klagt. Mit bloßem Auge ist die Läsion meist noch nicht zu erkennen, es sei denn, es handelt sich um White Spots (weiße Flecken), die durch Demineralisierung der von Karies betroffenen Zähnen entstehen.

Schmerzfreie Kariesbehandlung in der Zahnarztpraxis

Bei der Kariesinfiltration (Icon-Therapie) wird die kariöse Stelle mit einer speziellen Substanz behandelt. Um die beginnende Karies zu stoppen, wird zunächst ein Gel in den betroffenen Bereich eingebracht, welches den kranken Kariesteil beseitigt. Im Anschluss wird der Teil des Zahns mit Icon (flüssiger Kunststoff) aufgefüllt. Das Füllmaterial dringt tief in die Endgefäße des betroffenen Zahns ein und versiegelt ihn gegen kariogene Säuren. Zum Schluss wird der Kunststoff mit UV-Licht ausgehärtet. Da bei der Kariesinfiltration nicht gebohrt wird, ist keine Betäubung nötig und es geht auch keine gesunde Zahnsubstanz verloren, was ein großer Vorteil der Behandlung ist. Entwickelt wurde die neuartige Kariesbehandlung ohne Bohren vor rund zehn Jahren von der Berliner Charité und der Universität Kiel. Man spricht auch vom „Infiltration Concept“, kurz Icon. Das Verfahren gilt als mikroinvasiv, da es schonender ist als Bohren. Außerdem lassen sich mit dem Verfahren kariöse Stellen in Zahnzwischenräumen problemlos erreichen.

Für wen eignet sich die Methode?

Die Kariesinfiltration eignet sich nur für Patienten, deren Karies in einem frühen Stadium erkannt wird. Bei fortgeschrittener Karies kommt der Patient nicht drum herum, dass der Zahnarzt zum Bohrer greift, die geschädigte Substanz entfernt und anschließend den Zahn mit einer Füllung oder einem Inlay versorgt.

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Warum sind die Zähne bei Kälte besonders empfindlich?

Viele Menschen klagen gerade in der kalten Jahreszeit über plötzlich auftretende, stechende Zahnschmerzen. Betroffen von den Beschwerden ist jeder Vierte in Deutschland. Auslöser dieser Beschwerden sind in der Regel schmerzempfindliche Zähne. Im Winter sind die Zähne vermehrt extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt und reagieren zusätzlich auf die kalte Luft. Eine mögliche Ursache könnte darin liegen, dass der natürliche Schutz der Zähne angegriffen ist und Zahnhälse sichtbar sind, was wiederum auf eine Zahnfleischerkrankung wie Parodontitis schließen lässt. Bei einer Parodontitis bildet sich das Zahnfleisch zurück, sodass die Zahnhälse freiliegen. Es könnte aber auch sein, dass die Zähne mit zu festem Druck geputzt werden. Dabei wird der schützende Zahnschmelz beschädigt. Durch die freiliegenden Nervenenden werden thermische Reize unmittelbar zum Nerv weitergeleitet, was Zahnschmerzen zur Folge hat, die im Winter mehrere Minuten anhalten können.

Hilfe bei schmerzempfindlichen Zähnen

Sollten Sie ebenfalls unter Zahnschmerzen im Winter leiden, vereinbaren Sie unbedingt einen Termin in der Zahnarztpraxis, damit wir uns Ihre Zahnsituation genau ansehen können. Wenn andere Erkrankungen ausgeschlossen sind, können wir mithilfe eines Kaltlufttests prüfen, ob Sie schmerzempfindliche Zähne (Fachbegriff Dentinhypersensibilität) haben und Sie entsprechend behandeln. Je nach Schweregrad können wir Ihnen die geeignete Therapie anbieten. In einem frühen Stadium besteht die Möglichkeit, den Zahnschmelz mit Fluorid zu stärken. Freiliegende Dentinkanälchen können diese mit einer Lasertherapie und mit speziellen fluoridhaltigen Lacken versiegelt werden. Bei schwereren Fällen kann eine Zahnhalsfüllung oder Zahnkrone nötig sein, um die Zahnhälse vor weiteren Belastungen zu schützen.

So bleiben die Zähne gesund

Achten Sie unbedingt auf die richtige Zahnputztechnik und stimmen Sie Ihre Zahnpasta und Ihre Zahnbürste auf Ihre spezifischen Bedürfnisse ab. Verwenden Sie eine Zahncreme, die neben Fluoride auch Strontium- und Kaliumsalze enthält. Diese fördern den Schutz Ihrer Zähne, indem Sie die freiliegenden Dentinkanälchen verschließen. Außerdem sollten Sie eine weiche Zahnbürste benutzen, die den Druck minimiert. Auch der übermäßige Konsum säurehaltiger Lebensmittel kann zur Erosion des Zahnschmelzes führen, sodass Sie eventuell Ihre Ernährung im Blick behalten und umstellen sollten, damit Sie unbeschwert auch die schönen Seiten des Winters genießen können.

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Am 25. September feiern wir den Tag der Zahngesundheit

Das diesjährige Motto für den Tag der Zahngesundheit lautet: „Gesund beginnt im Mund – in Kita und Schule“ und macht vor allem auf zahnmedizinische Gruppenprophylaxe aufmerksam. Diese steht seit über 30 Jahren für erfolgreiche mundgesundheitliche Prävention und jährlich nehmen 4,6 Million Kinder und Jugendliche daran teil. Somit ist es bundesweit das reichweitenstärkste Gesundheitsförderungsangebot für Kinder und Jugendliche.

Auf die häusliche Mundhygiene achten

Doch es reicht nicht aus, sich als Elternteil auf die Gruppenprophylaxe in der Kita zu verlassen. Zähneputzen ist häufig keine Tätigkeit, die Kindern Spaß macht, deshalb sollten Sie vor allem in der Anfangszeit auf die richtige Putztechnik Ihres Kindes achten und versuchen es zum Zähneputzen zu animieren. Denn die Pflege der Milchzähne hat Auswirkungen auf die späteren, bleibenden Zähne, weshalb eine gute Mundhygiene bereits im Kindesalter unabdingbar ist. Schon vor dem Durchbruch des ersten Milchzahns kann der Nachwuchs durch Massieren des Zahnfleischs an eine tägliche Zahnpflege gewöhnt werden. Dadurch wird eine gute Ausgangssituation geschaffen und das Zähneputzen bereitet im Anschluss weniger Probleme.

Hilfreiche Tipps – so motivieren Sie Ihr Kind zum Zähneputzen

Zuerst einmal ist es wichtig, den Kleinen gegenüber verständnisvoll zu sein. Für Eltern ist das Zähneputzen auch nicht das Highlight des Tages, aber dem Nachwuchs sollte erklärt werden, warum Mundhygiene überhaupt wichtig ist, damit sie den Sinn verstehen können. Eine weitere Lösung könnte sein, gemeinsam mit dem Kind die Zähne zu putzen. Häufig gibt es innerhalb der Familie unterschiedliche Aufsteh- und Bettgehzeiten, weshalb die Kleinen nur sich selber in der Verantwortung des Zähneputzens sehen. Sie versuchen jedoch in vielen Dingen so sein zu wollen, wie ihre Eltern. Deshalb sollten gleichzeitig die Zähne geputzt werden, um somit ein Vorbild zu sein.

Helfen kann auch, dass Kinder sich ihre Zahnbürste und auch die Zahnpasta selbst aussuchen. Sie kaufen eine Zahnbürste die ihnen gefällt und eine Zahnpasta, die einen leckeren Geschmack verspricht. Somit macht das Zähneputzen direkt mehr Spaß.

Eine weitere Idee sind Sanduhren. Stellt man beim Zähneputzen eine Sanduhr ans Waschbecken, weiß der Sprössling genau, wie lange er noch putzen muss. Diese sollte zum Durchlaufen 2-3 Minuten brauchen. Auch Musik kann der Langeweile entgegenwirken. Es gibt spezielle Zahnputz-Songs und Kinderzahnputzvideos, die dem Kind Freude bereiten und sogar die Putztechnik verbessern können. Lob ist ebenfalls ein wichtiges Mittel zur erfolgreichen Mundhygiene. Werden die Kleinen gelobt, assoziieren sie das Putzen mit etwas Positivem und fühlen sich in dem, was sie machen, bestätigt.

Fazit: Es gibt also zahllose Möglichkeiten, damit Kinder auch außerhalb der Gruppenprophylaxe zum routinierten Zähneputzer werden. Zähneputzen wird nicht von heute auf morgen spannend und attraktiv, deshalb sollten Eltern versuchen, es ihrem Nachwuchs so angenehm und interessant wie möglich zu gestalten. Wichtig sind neben dem eigenverantwortlichen Zähneputzen zu Hause auch Kontrolltermine beim Zahnarzt. Vereinbaren Sie also gerne einen Termin in unserer Praxis, um die Zähne Ihres Kindes zu schützen und Erkrankungen vorzubeugen.

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Dr. Andrea Kothe-Heugel
Zahnheilkunde

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